Projekte

Die aktuellen, inhaltlichen Schwerpunkte unseres Netzwerks.

ZUKUNFTS-CHARTA GRÜNER HIRSCH

Lokal. Global. Gemeinsam. Handeln.

Für einen produktiven und progressiven Wirtschaftsstandort der Zukunft müssen die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zusammengedacht und jetzt ins Handeln gebracht werden. Zu diesem Zweck wurde die Zukunfts-Charta „Grüner Hirsch“ als freiwilliges und dynamisches Bündnis zwischen innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern und der Bezirksverwaltung beschlossen. Als ein offener Zusammenschluss sind alle zukunftsgewandten Unternehmen im Bezirk aufgerufen, sich anzuschließen und sich einzubringen.

Alle Teilnehmenden gehen mit der freiwilligen Selbstverpflichtung zu acht Leitsätzen als Vorbilder voran, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen und sozialen Wirtschaft vor Ort umzusetzen. Der Bezirk unterstützt dies, indem er die Vernetzung und den Austausch der Unternehmen sowie kurze Wege innerhalb der Verwaltung fördert.

Im Rahmen des gemeinsamen Marketingbündnisses wird eine Plattform geschaffen, auf der sich Unternehmen ebenfalls auf kurzen Wegen formell und informell vernetzen. Sie können hier ihre Aktivitäten der Öffentlichkeit präsentieren, neue Inspirationen und Fachwissen bekommen und den Wandel somit aktiv steuern und gestalten.

Die Zukunfts-Charta „Grüner Hirsch“ ist ein einzigartiges und innovatives bezirkliches Instrument für Unternehmen und Unternehmensnetz- werke, die sich jetzt zusammenschließen, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

Sie möchten mehr über die Zukunftscharta wissen? Hier geht’s zur Webseite.

ZERO CITY MEHR ALS EIN SLOGAN

Das Netzwerk Südkreuz hat nicht nur die Idee entwickelt, sondern ehrenamtlich begonnen, einzelne Projektkerne zu entwickeln. Hierfür muss eine weiterreichende Finanzierung erreicht werden, wofür die politische Unterstützung des Senats gebraucht wird.

Auf Basis des Berliner Immobilien- und Standortgemeinschafts-Gesetz (BIG) zur Etablierung von „Business Improvement Districts“ will das Netzwerk das Stadtquartier zu einem „Smart City Development District“ entwickeln. Das Quartier Schöneberg-Südkreuz will sich als eines von vier Berliner Quartieren am EU-Programm „Horizon 2020“ beteiligen. Um den Zuschlag der EU zu erhalten, bedarf es politischer Unterstützung und einer klaren Fokusssierung von klassischen städtebaulichen Förderprogrammen, wie Stadtumbau West und eines Projektträgers, der alle Einzelaktivitäten steuert. Hierfür stehe das Netzwerk als Innovationstreiber zur Verfügung und ist in der Lage, die Projektträgerschaft zu übernehmen, wenn der Senat das Vorhaben unterstütze.

Über dieses Thema hat der Netzwerkvorstand am 29.6.2015 mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Herrn Michael Müller, gesprochen. Inzwischen wurde mit der Senatskanzlei eine gesonderte Veranstaltung im Laufe des Jahres 2017 vereinbart. Hierzu werden alle Mitglieder eingeladen.

Sie wollen sich beteiligen? Bitte kontaktieren Sie uns.

BÜROKRATIEABBAU UND REFORM DES ÖFFENTLICHEN VERGABERECHTS

Das Netzwerk Südkreuz fordert eine grundlegende Reform des öffentlichen Vergaberechts, eine deutliche Reduzierung der Bürokratie und mehr Transparenz bei Vergabeentscheidungen.

Öffentliche Ausschreibungen kosten nach Ansicht des Netzwerks zu viel Zeit und Geld aufgrund unsinniger Bestimmungen und Vorschriften und einer überbordenden Bürokratie. Insbesondere Formulare und Erklärungen, die immer wieder auszufüllen sind, wie Erklärungen für Mindestlohn, Frauen- und Azubiquote, Umweltbestätigungen sowie die Abgabe gesonderter Erklärungen belasteten Unternehmen häufig in unzumutbarer Weise.

Bei Vergabeentscheidungen lasse beispielsweise die Formulierung „Es entscheidet das beste Preis-Leistungsverhältnis“ Auslegungsspielraum, schafft Ungerechtigkeiten und befördert mangelnde Transparenz. Am Ende entscheidet immer wieder allein der Preis und häufig entsteht der Eindruck, dass Ausschreibungen nur pro Forma stattfinden, um dem Vergaberecht zu folgen.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin wurde deshalb durch den Vorstand gebeten, sich ich für mehr Transparenz, mehr Kontrolle und eine nachhaltige Verringerung der Bürokratie im öffentlichen Vergaberecht einzusetzen und damit für mehr Chancengleichheit, einheitliche und für alle Ausschreibenden geltenden Regeln im Sinne eines Verhaltenskodex zu sorgen. Im Nachgang zum Besuch des Regierenden Bürgermeisters beim Netzwerk fand im Februar 2017 ein Gespräch des Vorstands mit dem Büroleiter des Regierenden Bürgermeisters statt. Der Büroleiter, Herr Schwager, informierte den Vorstand darüber, dass das Thema in den Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und LINKEN aufgenommen wurde. Darüber hinaus haben wir vereinbart, in 2017 eine Veranstaltung mit Unternehmer/innen und Öffentlicher Verwaltung im Schöneberger Rathaus durchzuführen, um das Ziel einer Reform des Vergaberechts weiter zu verfolgen. Gespräche hierzu wollen wir auch mit der IHK Berlin und der Senatsverwaltung für Wirtschaft führen.

Hierzu schlagen wir die Etablierung eines interdisziplinären Arbeitskreises zur Reform des öffentlichen Vergaberechts vor, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung sowie weiteren Interessengruppen. Ziel dieses Arbeitskreises sollte die Entwicklung von Leitlinien für ein transparentes, zeitgemäßes, unbürokratisches und gerechtes Vergaberecht sein.

Sie interessieren sich für das Thema? Bringen Sie sich ein.